Naturschutzgebiet Peenemünder Haken

Das Naturschutzgebiet Peenemünder Haken, Struck und Ruden grenzt nördlich an die Insel Usedom. Begrenzt von Peenestrom, Greifswalder Boden und der Ostsee umfasst das Naturschutzgebiet eine Fläche von fast 8000 Hektar. Es ist das älteste Schutzgebiet seiner Art. Das überwiegende sumpfige Gelände des Peenemünder Hakens wurde von der Stadt Wolgast ursprünglich als Wald- und Wiesengebiet genutzt. Von den Ferienwohnungen in Loddin dauert die Fahrt bis nach Peenemünde ca. 30 Minuten

Der Peenmünder Haken in den 30iger und 40iger Jahren

Im Jahre 1935, zeitgleich mit dem Einzug der Heeresversuchsanstalt, wurde das Gebiet des Peenemünder Hakens zum Speergebiet erklärt. Mit Beginn der Bautätigkeiten in Peenemünde im Jahre 1937 entstanden am im Naturschutzgebiet die Versuchsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West und der Versuchsstelle des Heeres Peenemünde. Stück für Stück wurde der Peenemünder Haken militärisch erschlossen. Zwischen 1937 und 1940 wurde mehr als eine 500 Millionen Reichsmark in die Infrastruktur von Schienenwegen, einem umfangreichen Straßennetz, frei Häfen, Deichen und Aufspülungen auf dem nördlichsten Teil der Insel Usedom investiert. In dieser Zeit entstand auf dem Peenemünder Haken auch die wichtigste Entwicklungs- und Schulungs-Abschussrampe für die V2.

Der Peenmünder Haken zu Zeiten der DDR

Wer gehofft hatte, dass mit dem Ende des zweiten Weltkrieges Normalität auf dem Peenemünder Haken einkehren würde, der musste enttäuscht feststellen, dass bis zum Ende der DDR mit der Sowjetischen Roten Armee und später dann mit der Nationalen Volksarmee das Schutzgebiet eine weitere militärische Nutzung erfuhr. Erst mit Abzug der NVA zu Beginn der 90iger Jahre kehrte wieder Ruhe auf dem Peenemünder Haken ein.  Aufgrund der langjährigen militärischen Nutzung sind aber bis heute große Teile des Naturschutzgebietes mit Munition belastet. Vom Flugplatz Peenemünde werden jedoch Rundfahrten in das Schutzgebiet angeboten.

Der Peenemünder Haken heute

Heute rasten tausende von Zugvögeln auf dem Peenemünder Haken, dem Struck oder dem Ruden. Orthonilogen werden in diesem Teil von Usedom ihre wahre Freude haben. So lassen sich in aller Ruhe große Schwärme von Watvögeln, Enten und Schwäne beobachten. Mit etwas Glück können aber auch Seeadler, wenn sie elegant durch die Lüfte gleiten, bestaunt werden.  Darüber hinaus siedelte sich in den letzten Jahren eine riesige Kolonie von Kormoranen auf dem Peenemünder Haken an.

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